Warum haben Menschen das Bedürfnis, andere Menschen in Schubladen zu stecken? Einen Titel zu geben?
Wieso geschieht das so früh? Wieso haben wir eigentlich Vorurteile?
Ein Vorurteil ist wie ein Urinstinkt. Er ist da und lässt sich oft nicht vermeiden. Es ist wie eine Stimme, die von innen kommt und einer anderen Person ein Urteil abgibt.
Selbst wenn wir nie mit der anderen Person geredet haben.
Wenn ich einer Person begegne, habe ich ein Bauchgefühl. Mein Bauch sagt mir, ob ich diese Person sympathisch finde oder ob ich nichts mit ihr zu tun haben möchte.
Anstatt Taten sprechen zu lassen, lasse ich es dennoch erstmal darauf ankommen. Zu 70 Prozent mag meine innere Stimme zwar Recht haben, aber trotzdem bildet sie sich ihr Urteil aufgrund von Gesichtsausdrücken.
Ab und an entpuppt sich der Mensch als sehr nett. Es war eben dieser eine Gesichtsausdruck oder der bestimmte Ton in der Stimme den mein Unterbewusstsein aufgenommen und bewertet hat.
Wie ein Reiz der im Zentralen Nervensystem ausgewertet wird, woraufhin die Reaktion der Muskeln bestimmt wird.
Ich denke, dass so ziemlich jeder so ein Gefühl kennt. Manche agieren, wie ich es tue. Sie hören erstmal nicht auf die Stimme, sondern machen sich einen Gesamteindruck.
Andere jedoch lassen sich von diesem Vorurteil leiten. Schlimmer noch: Sie übertragen es auf eine ganze Menschengruppe!
Wir Menschen sind ja alle gleich, was den Körper betrifft. Der ist sowieso einmal egal. Denn irgendwann kommt der Moment, in welchem nicht das Äußere zählt, sondern die Seele und ihr Können.
Wir können ein Individuum nicht in eine Gruppe reinpressen. Wir Menschen sind alle wie ein Türschloss. Von außen sehen wir gleich aus, aber innen haben wir alle unterschiedliche Formen.
Klar fällt mir auf, wenn jemand anders aussieht als ich. Sei es die Haut-, Augen- oder Haarfarbe. Aber wieso sollte man einen Menschen wegen seines Äußeren diskriminieren?
Dafür kann man ja meistens nichts. Man sieht eben so aus, wie man aussieht.
Aber man kann etwas für seinen Charakter. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir dirigieren können, wie wir werden, wenn wir sehr entschlossen dabei sind. Jeder Mensch kann sich ändern.
Und ich? Ich bin süchtig nach Änderungen.
21. September 2014
9. September 2014
Die Ideale
Manch einer hat sie, manch anderer wiederum nicht. Ideale sind etwas, woran wir selbst wohl nie rankommen werden. Es ist immer ein anderer Mensch, der uns zu Idealen führt, weil er diesen entspricht.
Würde man auch für seine Ideale sterben?
Viele würden diese Frage beneinen. Verständlich. Wir haben ein Recht darauf zu Leben. Einige missbrauchen oder missachten oder beleidigen dieses Recht, aber schließlich haben wir eigentlich auch das Recht zu Sterben.
Für die Mehrheit hat der Gedanke an den Tod wohl etwas sehr Angsteinflößendes.
Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich bin sogar sehr neugierig. Ich will nur nicht jetzt sterben. Ich will etwas bewirkt haben bevor ich gehe. Etwas geändert.
Wenn man mir sagen würde, dass ich morgen sterben würde, ich würde versuchen etwas zu ändern.
Nun, habe ich heute Monuments Men gesehen. Eine Geschichte, eine wahre außerdem, in welcher Männer mit künstlerischem Sinn Kunstwerke gerettet haben, welche von den Nazis eigentlich zerstört werden sollten.
Wer jetzt sagt, dass es doch nur Kunstwerke waren, darf diesen Blog herzlich gern verlassen.
Denn was bringt uns die Menschheit, wenn wir keinen Abdruck hinterlassen? Wie sollen die vielen Generationen uns verstehen, wenn nicht durch unsere Kultur?
Die Kultur ist die Seele eines Volkes. Und die Seele ist unsterblich, wenn wir gut auf sie achten.
Der Präsident der Staaten fragte am Ende des Films: Hat es sich wirklich gelohnt für ein Kunstwerk zu sterben?
Die Antwort des Präsentierenden lautete Ja.
Es muss beängstigend sein, zu glauben, nach dem Tod wäre nichts. An diesen Gedanken will ich mich nicht festhalten.
Aber wenn man die Welt verlassen hat und man weiß, dass man einst für seine Ideale gekämpft hat oder sogar für sie gestorben ist, hat man ein Lebensziel erreicht.
Mancher hat das Ideal von einer Familie. Der andere Mensch von der Kunst, ein weiterer von der Leidenschaft.
Habe ich Ideale?
Eigentlich nicht. Ich habe eher....einen Traum.
Jeder, der etwas über Martin-Luther King weiß, könnte sich in etwa vorstellen, wie ich jetzt weiterschreiben würde.
Ideale sind zu differenzieren.
Menschliche oder emotionale Ideale und materielle, politische oder auch künstlerische Ideale.
Emotionale Ideale sind diese, die von innen kommen müssen. Sie müssen sich entwickeln. Denn diese hat man von einem anderen Menschen, welcher jenen manchmal unabsichtlich entspricht. Dieser Mensch ist unser Idol. Wenn unser Idol uns enttäuscht, wenn es zum Beispiel den idealen Eigenschaften entsagt, müssen wir uns ein neues Ideal suchen oder uns einfach mal akzeptieren, wie wir sind.
Das ist wahrscheinlich der Grund, wieso wir uns ein Idol suchen oder einen Menschen idealisieren: Wir wollen uns nicht akzeptieren. Der Mensch visualisiert unsere Vorstellungen von einer Perfektion. Diese Perfektion werden wir nie erreichen auch unser Idol nicht.
Nun zu der anderen Sorte von Idealen.
Wieder geht es um Perfektion. Aber es geht nicht richtig um uns, sondern eher um die Gesellschaft. Unsere Vorstellung von einer perfekten Gemeinschaft.
Manch einer liest ein Buch und wünscht sich, in dieser Welt leben zu können.
Da fällt mir eine Szene aus Woody Allens Bullets over Broadway ein:
Eine Gruppe von Freunden und Bekannten sitzen abends in einem Café oder einem Restaurant.(Eine typische Woody-Allen-Szene)
Einer fängt an von einem Szenario zu sprechen. Nämlich von einem Brand in einem Haus. Dabei sagt er: Wenn ich die Wahl hätte, einen Menschen zu retten oder einen Shakespeare-Band, ich würde Shakespeare retten.
Natürlich ist es nur ein Witz und dennoch ist es wichtig, unsere Kultur zu erhalten. Selten wird von der Realität geschrieben. Es ist Fiktion und unterbewusst auch ein Wunsch oder eine Vorstellung.
Wie sollen uns die Menschen in 200 Jahren verstehen, wenn sie unsere Kultur nicht kennen?
Würde man auch für seine Ideale sterben?
Viele würden diese Frage beneinen. Verständlich. Wir haben ein Recht darauf zu Leben. Einige missbrauchen oder missachten oder beleidigen dieses Recht, aber schließlich haben wir eigentlich auch das Recht zu Sterben.
Für die Mehrheit hat der Gedanke an den Tod wohl etwas sehr Angsteinflößendes.
Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich bin sogar sehr neugierig. Ich will nur nicht jetzt sterben. Ich will etwas bewirkt haben bevor ich gehe. Etwas geändert.
Wenn man mir sagen würde, dass ich morgen sterben würde, ich würde versuchen etwas zu ändern.
Nun, habe ich heute Monuments Men gesehen. Eine Geschichte, eine wahre außerdem, in welcher Männer mit künstlerischem Sinn Kunstwerke gerettet haben, welche von den Nazis eigentlich zerstört werden sollten.
Wer jetzt sagt, dass es doch nur Kunstwerke waren, darf diesen Blog herzlich gern verlassen.
Denn was bringt uns die Menschheit, wenn wir keinen Abdruck hinterlassen? Wie sollen die vielen Generationen uns verstehen, wenn nicht durch unsere Kultur?
Die Kultur ist die Seele eines Volkes. Und die Seele ist unsterblich, wenn wir gut auf sie achten.
Der Präsident der Staaten fragte am Ende des Films: Hat es sich wirklich gelohnt für ein Kunstwerk zu sterben?
Die Antwort des Präsentierenden lautete Ja.
Es muss beängstigend sein, zu glauben, nach dem Tod wäre nichts. An diesen Gedanken will ich mich nicht festhalten.
Aber wenn man die Welt verlassen hat und man weiß, dass man einst für seine Ideale gekämpft hat oder sogar für sie gestorben ist, hat man ein Lebensziel erreicht.
Mancher hat das Ideal von einer Familie. Der andere Mensch von der Kunst, ein weiterer von der Leidenschaft.
Habe ich Ideale?
Eigentlich nicht. Ich habe eher....einen Traum.
Jeder, der etwas über Martin-Luther King weiß, könnte sich in etwa vorstellen, wie ich jetzt weiterschreiben würde.
Ideale sind zu differenzieren.
Menschliche oder emotionale Ideale und materielle, politische oder auch künstlerische Ideale.
Emotionale Ideale sind diese, die von innen kommen müssen. Sie müssen sich entwickeln. Denn diese hat man von einem anderen Menschen, welcher jenen manchmal unabsichtlich entspricht. Dieser Mensch ist unser Idol. Wenn unser Idol uns enttäuscht, wenn es zum Beispiel den idealen Eigenschaften entsagt, müssen wir uns ein neues Ideal suchen oder uns einfach mal akzeptieren, wie wir sind.
Das ist wahrscheinlich der Grund, wieso wir uns ein Idol suchen oder einen Menschen idealisieren: Wir wollen uns nicht akzeptieren. Der Mensch visualisiert unsere Vorstellungen von einer Perfektion. Diese Perfektion werden wir nie erreichen auch unser Idol nicht.
Nun zu der anderen Sorte von Idealen.
Wieder geht es um Perfektion. Aber es geht nicht richtig um uns, sondern eher um die Gesellschaft. Unsere Vorstellung von einer perfekten Gemeinschaft.
Manch einer liest ein Buch und wünscht sich, in dieser Welt leben zu können.
Da fällt mir eine Szene aus Woody Allens Bullets over Broadway ein:
Eine Gruppe von Freunden und Bekannten sitzen abends in einem Café oder einem Restaurant.(Eine typische Woody-Allen-Szene)
Einer fängt an von einem Szenario zu sprechen. Nämlich von einem Brand in einem Haus. Dabei sagt er: Wenn ich die Wahl hätte, einen Menschen zu retten oder einen Shakespeare-Band, ich würde Shakespeare retten.
Natürlich ist es nur ein Witz und dennoch ist es wichtig, unsere Kultur zu erhalten. Selten wird von der Realität geschrieben. Es ist Fiktion und unterbewusst auch ein Wunsch oder eine Vorstellung.
Wie sollen uns die Menschen in 200 Jahren verstehen, wenn sie unsere Kultur nicht kennen?
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