20. Juli 2015

Andere Ebenen

Heute war ich zunächst in einer Ausstellung in der Deutschen Bank Kunsthalle in Berlin Photo-Poetics - fand ich ganz in Ordnung, ich habe eine Künstlerin entdeckt, deren Werk 'Mittnacht' mich überaus inspiriert hat. Kathrin Sonntag ihr Name wie Susan Sonntag, nur eben Kathrin.

Wie dem auch sei, als ich das Gebäude verließ und wieder in den lauten Straßenlärm zurückkehrte, machte ich mich langsam auf den Weg nachhause als ich plötzlich auf einen Straßenmusiker traf. Er spielte auf seiner Akustikgitarre mit Verstärker verschiedene Stücke, Black Orpheus, the Shadow of your Smile und welche die ich nicht kannte.

Ich beschloss mich auf eine Bank zu setzen um den Klängen seiner Musik zu lauschen. Es war wie ein Rausch. Für einen kurzen Moment war ich irgendwo nur nicht dort, ich sah die Touristen nicht mehr, hörte die Autos nicht mehr. Ich wollte mehr Musik, mehr von diesen süßen Tönen, die dieses Instrument von sich gab.

Verdammt, war das ein guter Musiker.

8. Juli 2015

Aussehen und Verstecken

Ich sehe so viele Leute, die sich aufreizend kleiden und genau so viele Leute, die darüber lästern.

Leute, die gerne einen Umhang um die "leichten" Mädchen hängen würden, damit man ja nichts sieht. Ich persönlich sehe dies kritisch.

Denn solange man trägt, was einem selbst gefällt, was einen glücklich macht, akzeptiere ich alles.
Aber wenn jemand etwas trägt, nur weil man einer anderen Person darin gefällt, egal ob es die Mutter oder ein Verehrer oder sonst was ist, finde ich dies wirklich einfach nur traurig.

Ich glaube jemand sagte einst, dass je mehr man an sich versteckt, desto neugieriger werden die Menschen, weil sie sich fragen, was darunter steckt.
Ob dies immernoch auf unsere Gesellschaft zutrifft, kann ich leider nicht sagen. Denn die meiste Aufmerksamkeit kriegt der, der reizt.
Oder es gibt mehrere Auffassungen von Aufmerksamkeiten, die des Moments und die der Ewigkeit. Vielleicht kann man das auch in relative, individuelle und allgemeine Aufmerksamkeit teilen.

Bevor ich ausschweife, denn dies gehört nun wirklich nicht zum Thema, will ich zusammenfassend sagen:
Es ist nicht das Aussehen an dem wir arbeiten müssen, sondern die Mentalität. Man muss den Menschen schon von kleinauf klar machen, dass sie sein können, wer sie sein wollen und man Mitmenschen mit Respekt behandelt und nicht mit weniger Respekt behandeln, nur weil diese einen knappen Rock trägt, auch wenn sie es nur für sich selbst tut.

Und dass man sich nicht verbiegen soll oder der Gruppe folgen muss, nur um Liebe und Aufmerksamkeit zu erhalten.