Menschen, die das verkörpern, was wir sein wollen. Wir gucken tagtäglich in den Spiegel und denken, was man verbessern könnte.
Dabei orientieren wir uns an eben diesen Menschen, der Perfektion.
Meistens sind es Prominente oder fiktive Personen. Aber auch wenn uns diese Person nahesteht und wir sie kennen, wir werden nie wie sie sein.
Ich habe seit längerem versucht, wie ich zu sein. Doch wer bin ich tatsächlich? Was will ich und was finde ich eigentlich schön.
Kennst du diesen Moment, wenn du einen Film siehst und denkst, das will ich! Ich will so leben wie diese Person, diese Person sein.
Aber willst du das wirklich? Oder willst du einfach nur sein wie diese Person, weil sie glücklich ist. Weil es so wirkt, als ob sie genau weiß wer sie ist, weil sie selbstbewusst ist?
Jeder Mensch hat Selbstzweifel.
Wir sehen uns öfter als jeder andere Mensch, haben also mehr Zeit unsere Fehler schneller zu entdecken. Wir sehen nur das, was man uns präsentiert.
Wenn ein Fremder einen hübsch findet, weiß er nicht, dass man am morgen vor dem Spiegel stand und nicht wusste, was man anziehen sollte. Er sieht das Endpaket.
Zurück zu den Vorbildern.
Jede Person hat ihre Eigenarten, die sie eben einzigartig machen. Ich verehre Audrey Hepburn und habe viele Bücher über sie gelesen. In einem steht, welche Musikrichtung sie mag oder welche Filme sie gerne geschaut hat. Oder was ihr Lieblingsessen war.
Um ehrlich zu sein, habe ich versucht sie zu kopieren. Versuchte immer ruhig zu sein und mich nicht in den Mittelpunkt zu stellen. Dachte, das dies mich glücklich machen wird. Denn schließlich war sie ja glücklich. Zumindest wirkte es so.
Schlussendlich habe ich gemerkt, dass ich nicht in diese Form passe. Das bin ich nicht. Ich brauchte mein Drama hin und wieder. (Nein, ich bin keine Dramaqueen - ich bin Schauspielerin ... im Herzen)
Ich fühlte mich schlecht, weil ich dachte, sie wäre entäuscht von mir. Aber bitte: sie kannte mich doch nicht mal.
Also entschloss ich mich dazu, die Dinge, die für mich funktionierten, beizubehalten, aber sie mit mir zu kombinieren.
Und so lief es mit allen Vorbildern, die ich in den letzten Jahren hatte. Ich nahm das Beste für mich auf, was nicht immer viel sein musste und ging weiter.
Denn wenn wir ehrlich sind, wenn du Fleisch liebst, aber dein Vorbild Veganger ist, warum sollst du dich zu etwas zwingen?
Schließlich geht es um die Dinge, die sie zuerst zum Vorbild gemacht haben. Sei es der Stil, ein bestimmtes Talent oder eine einzigartige Charaktereigenschaft, das Potenzial steckte schon in uns und wurde nur durch das Entdecken des Bestimmten herausgeholt.
Ich mein, wer will schon die Kopie von jemanden sein?
Zusatz: Ich habe wieder mit der analogen Schwarzweiß-Fotografie angefangen...langsam
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