Es ist nicht ohne Grund eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Es ist das erste Buch, welches mein Herz mit Leid, Freude und Leidenschaft gefüllt hat.
Eine Zusammenfassung der Geschichte sieht folgendermaßen aus:
Es spielt sich im 19. Jahrhundert ab, in der damaligen Moderne. Das Buch erschien 1847. Charlotte Bronte war gewissermaßen gezwungen es unter einem Pseudonym zu veröffentlichen wie auch ihre Geschwister Anne (Agnes Grey) und Emily Bronte (Wuthering Heights).
Denn Jane Eyre ist kein gewöhnlicher Liebesroman. Er handelt von einer Waise, welche von ihrer Stieftante verstoßen, sich letztendlich in einem dürftigen Internat für Mädchen ausbilden lässt. Sie wächst auf ohne jegliche familiäre Liebe. Mit 18 beschließt sie die Schule zu verlassen, in welcher sie für zwei Jahre als Lehrerin tätig war, und (sehr ungewöhnlich für jene Zeit) inseriert. Sie bekommt eine Stelle als Gouvernante in Thornfield Hall und unterrichtet das französische Mündel Adele von Mr. Rochester. Sie ist seltsam fasziniert von ihm und er scheint mit ihren Gefühlen zu spielen.
Nun weiter möchte ich auch nicht erzählen, denn es wird bestimmt Menschen geben, die diesen wundervollen und sehr leicht zu lesenden Roman lesen wollen. Es lohnt sich definitv.
Nun, obwohl Jane Eyre vor ca. 150 Jahren geschrieben wurde, ist sie dennoch eine sehr moderne Frau und Figur. Sie will unabhängig sein und ihr ist eine Heirat mit irgendeinem Bourgeois nicht sonderlich reizvoll.
Sie hält zu ihren Prinzipien und bleibt ihnen eisern treu. Sie ist voller Vernunft, Unschuld und doch auch voller Leidenschaft.
Sie unterscheidet zwischen Recht und Unrecht und kennt ihre Grenzen. Sie würde alles für ihre Freunde tun, "alles was rechtens ist."
Jane Eyre war ein vielleicht revolutionärer Roman zu seinen Zeiten. Denn schließlich ging es um eine Gouvernante, eine Frau die ihr eigenes Geld verdient und mit einem Mann, der gesellschaftlich viel höher steht als sie, spricht wie mit einem Gleichwertigen.
Sie war auch nicht sonderlich hübsch. Zumindestens entsprach ihr Äußeres nicht den damaligen Vorstellungen von Schönheit.
Sie arbeitet lieber an ihrem Charakter und ihrem Wissen als an ihrem Aussehen. Ihr sind nur die inneren Werte wichtig. Es ist bewundernswert. Ich muss zugeben, sie gehört für mich zu einem Ideal.
So sollte ein Mensch sein. Aufrichtig, unvollkommen, intelligent, ruhig und unabhängig.
Aber man kann von den Menschen wohl kaum erwarten, dass sie sich alle gleichen.
Das wäre ziemlich langweilig.
Es ist eine Liebeserklärung an diese Geschichte und eine Auseinandersetzung mit derselben.