26. Dezember 2015
Ewigkeit
Zwar ist es keine Idee aber ein Ergebnis oder auch ein Schluss. Nämlich, dass es uns immer gibt.
Ich bin nicht ich, ich bin die Menschheit.
Genauso wie meine Nachfahren nicht sie selbst sondern ich und ihre Vorfahren sein werden.
Auch wenn es einen Menschen noch nicht gibt, wie man ihn kennt, existiert er schon. Die nötige Reaktion, auch Befruchtung genannt, um diesen Menschen zu kreieren, beziehungsweise ihm einen Charakter zu geben, macht ihn zum lebenden Menschen.
Es wird gesagt, dass ein toter Mensch in seinen Nachfahren weiterlebt. Aber die Nachfahren leben bereits in uns.
Je nachdem ob man an das Schicksal glaubt, oder nicht, unterstützt man das, was ich eben schloß, oder eben nicht.
Mir gefällt der Gedanke, dass theoretisch hunderte Menschen schon in uns sind, sie müssen nur reagieren. Es ist eine Weise der Betrachtung.
Um das Leben zu beschreiben, nehme ich gerne einen Kuchen zum Vergleich. Bevor man bäckt, muss man die nötigen Zutaten bereitstellen. Diese müssen "reagieren" und werden dann zum Kuchen. Aber sind die Zutaten nicht schon so ein hypothetischer Kuchen? Sie können zwar auch ein Laib Brot sein, aber nach der Reaktion sind sie nunmal ein Kuchen.
Und doch waren sie schon vorher einer, nur eben ein hypothetischer.
Es ist wie das Haus der Vierecke nur eben nicht ganz. Das Haus der Menschen? Ach, was weiß ich schon.
21. November 2015
Was tu ich mir nur an
Derselbe öde Alltag. Obwohl ich es manchmal auch schaffe, mich zu beschäftigen. Und zwar mit Dingen, die außerhalb des Internets geschehen. Oder zumindest außerhalb des irrlosen Scrollens, das zu keinem Ende führt.
Ich bin wieder dabei oder immernoch, meinen materiellen Besitz zu minimieren. Es läuft ganz gut und ich habe einen guten Überblick.
Aber: Ich kann es nicht abwarten, alleine zu leben. Einfach nur, um alles alleine gestalten zu können.
Wie dem auch sei, ich habe mich diese Nacht (Ja, es ist eine dieser schlaflosen Nächte) mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, was ja stark mit dem Minimalismus zusammenhängt. Aber Vorsicht: es ist letztendlich doch nicht dasselbe!
Ich rege mich in letzter Zeit oft über Müll auf. Nicht unbedingt wegen der Nachhaltigkeit, sondern eher wegen der Bequemlichkeit und der Ästhetik. Ich kann es nicht leiden, Müll rauszutragen.
Nicht unbedingt die beste Grundvoraussetzung, aber der Wille, den Müll kleinzuhalten ist immerhin da.
Ich habe mir vorgenommen:
- Kosmetik selberzumachen (sprich Haushaltsmittel, Öl, Öl, Öl und Vitamin E)
- Plastikfreier zu leben
- Vegetarischer zu leben
- Bücher und Filme eher als Luxus zu betrachten
Zu den ersten drei Punkten möchte ich sagen: ich will aber keine Ökotussi sein. Ich machs einfach, weil es a) größtenteils Geld spart, vorausgesetzt man kauft klug ein und b) weil ich gerne auch was selber kreieren möchte und weil mich kosmetiktechnisch die Verpackungen weniger ansprechen (Sorry Mr. Warhol)
Zum letzten Punkt: Ich glaube, dass dieser eher verwirrt.
Eigentlich habe ich schon viel darüber geschrieben, aber mehr ist auch manchmal einfach mehr.
Ich besitze gewisse Bücher und Filme, die mir am Herzen liegen. Ich habe geplant, diese auf einem Regal zu positionieren, auf welchem sich zurzeit Bücher befinden, die nach dem Lesen verschenkt oder verkauft werden. Zudem kommen noch drei-vier Zeitschriften, die ich erstmals besitzen will, einen Bluetooth-Lautsprecher und meine analoge Spiegelreflexkamera.
Man könnte meinen, das sei meine Nachhaltigkeitssünde, aber naja ... was solls. Schließlich besitze ich auch noch eine Ukulele und ein Laserschwert.
Ich schweife ab. Was ich sagen wollte, war, dass ich vorhabe, eher in die Bibliothek zu gehen, aber das erklärt sich auch irgendwie von sich selbst.
Zum Luxus äußere ich mich später noch.
19. Oktober 2015
Ich pass nicht rein
Das macht einen fertig und ist eigentlich auch unmöglich.
Ich habe einige Interessen, aber manche erwähne ich nicht, wenn ich neue Leute kennenlerne. Ich traue mich selten, jemand Fremden zu widersprechen. Wenn ich etwas sage, dass meinem Gegenüber nicht gefällt, versuche ich die Person zu besänftigen. Klar, das macht ja jeder irgendwie, aber nicht in dem Sinne wie ich es meine.
Ich habe den unglaublichen Drang, geliebt zu werden. Von allen. Auch wenn ich das so nicht zugeben würde.
Es wird sich was ändern, ich muss rausfinden, was ich will. Gerade jetzt.
Ich habe mir ehrlich gesagt nie richtige Gedanken über meine Zukunft gemacht. Ich habe versucht, Menschen zu kopieren, beziehungsweise Eigenschaften, die ich gut fand.
Und nun steh ich da und frage mich: Wer bin ich eigentlich?
Der ständige Drang, Menschen einen bestimmten Eindruck zu machen. Aber jetzt denk ich mir: und was ist, wenn sie sich über mich lustig machen? Fang an zu lachen.
Ich muss mir selbst treu werden.
Wer bin ich?
Ich habe harmlose Neurosen
Ich brauche viel Aufmerksamkeit
Ich lache auf viele Arten
Ich bin schrecklich ungeduldig
Ich kann sehr still sein
Ich mag Ordnung, ich liebe sie sogar
Ich mag leere Flächen
Ich hasse es, zu viel zu haben
Ich mag Doctor Who und Gossip Girl
Ich mag Mathe und interessiere mich für Mode
Ich habe eine analoge Kamera
Ich mag keinen Alkohol
Ich finde Champagner trinken jedoch sehr elegant
Ich mag keine Betrunkenen, die mir Angst machen
Manchmal hab ich keinen Bock lustig zu sein
Ich versuche Witze zu reißen, wenn ich nervös bin
Ich hasse eine angespannte Stille
Ich liebe Menschen, mit denen ich leise, laut, ernst und verrückt sein kann
Ich bin schrecklich selbstbezogen
Ich kann nicht alleine weinen
Ich kann Raucher nicht ausstehen
Es sei denn, ihnen "steht" das rauchen, wie Audrey Hepburn oder meine Ziehoma
Ich glaube ich will singen. Professionell
Ich mag Schwarz und Weiß
Ich glaube, dass bin ich.
Und irgendwie pass ich nirgendwo richtig rein. Ich könnte mich nie mit nur einer Gruppe identifizieren. Ich bin nicht nur ein Nerd. Ich mag auch Kleider und Schminke. Genauso liebe ich es zu singen und intellektuelle Gespräche zu führen.
Weg mit der Marke, ich will alles sein, was ich sein kann.
24. August 2015
Vorbilder
Dabei orientieren wir uns an eben diesen Menschen, der Perfektion.
Meistens sind es Prominente oder fiktive Personen. Aber auch wenn uns diese Person nahesteht und wir sie kennen, wir werden nie wie sie sein.
Ich habe seit längerem versucht, wie ich zu sein. Doch wer bin ich tatsächlich? Was will ich und was finde ich eigentlich schön.
Kennst du diesen Moment, wenn du einen Film siehst und denkst, das will ich! Ich will so leben wie diese Person, diese Person sein.
Aber willst du das wirklich? Oder willst du einfach nur sein wie diese Person, weil sie glücklich ist. Weil es so wirkt, als ob sie genau weiß wer sie ist, weil sie selbstbewusst ist?
Jeder Mensch hat Selbstzweifel.
Wir sehen uns öfter als jeder andere Mensch, haben also mehr Zeit unsere Fehler schneller zu entdecken. Wir sehen nur das, was man uns präsentiert.
Wenn ein Fremder einen hübsch findet, weiß er nicht, dass man am morgen vor dem Spiegel stand und nicht wusste, was man anziehen sollte. Er sieht das Endpaket.
Zurück zu den Vorbildern.
Jede Person hat ihre Eigenarten, die sie eben einzigartig machen. Ich verehre Audrey Hepburn und habe viele Bücher über sie gelesen. In einem steht, welche Musikrichtung sie mag oder welche Filme sie gerne geschaut hat. Oder was ihr Lieblingsessen war.
Um ehrlich zu sein, habe ich versucht sie zu kopieren. Versuchte immer ruhig zu sein und mich nicht in den Mittelpunkt zu stellen. Dachte, das dies mich glücklich machen wird. Denn schließlich war sie ja glücklich. Zumindest wirkte es so.
Schlussendlich habe ich gemerkt, dass ich nicht in diese Form passe. Das bin ich nicht. Ich brauchte mein Drama hin und wieder. (Nein, ich bin keine Dramaqueen - ich bin Schauspielerin ... im Herzen)
Ich fühlte mich schlecht, weil ich dachte, sie wäre entäuscht von mir. Aber bitte: sie kannte mich doch nicht mal.
Also entschloss ich mich dazu, die Dinge, die für mich funktionierten, beizubehalten, aber sie mit mir zu kombinieren.
Und so lief es mit allen Vorbildern, die ich in den letzten Jahren hatte. Ich nahm das Beste für mich auf, was nicht immer viel sein musste und ging weiter.
Denn wenn wir ehrlich sind, wenn du Fleisch liebst, aber dein Vorbild Veganger ist, warum sollst du dich zu etwas zwingen?
Schließlich geht es um die Dinge, die sie zuerst zum Vorbild gemacht haben. Sei es der Stil, ein bestimmtes Talent oder eine einzigartige Charaktereigenschaft, das Potenzial steckte schon in uns und wurde nur durch das Entdecken des Bestimmten herausgeholt.
Ich mein, wer will schon die Kopie von jemanden sein?
Zusatz: Ich habe wieder mit der analogen Schwarzweiß-Fotografie angefangen...langsam
20. Juli 2015
Andere Ebenen
Heute war ich zunächst in einer Ausstellung in der Deutschen Bank Kunsthalle in Berlin Photo-Poetics - fand ich ganz in Ordnung, ich habe eine Künstlerin entdeckt, deren Werk 'Mittnacht' mich überaus inspiriert hat. Kathrin Sonntag ihr Name wie Susan Sonntag, nur eben Kathrin.
Wie dem auch sei, als ich das Gebäude verließ und wieder in den lauten Straßenlärm zurückkehrte, machte ich mich langsam auf den Weg nachhause als ich plötzlich auf einen Straßenmusiker traf. Er spielte auf seiner Akustikgitarre mit Verstärker verschiedene Stücke, Black Orpheus, the Shadow of your Smile und welche die ich nicht kannte.
Ich beschloss mich auf eine Bank zu setzen um den Klängen seiner Musik zu lauschen. Es war wie ein Rausch. Für einen kurzen Moment war ich irgendwo nur nicht dort, ich sah die Touristen nicht mehr, hörte die Autos nicht mehr. Ich wollte mehr Musik, mehr von diesen süßen Tönen, die dieses Instrument von sich gab.
Verdammt, war das ein guter Musiker.
8. Juli 2015
Aussehen und Verstecken
Leute, die gerne einen Umhang um die "leichten" Mädchen hängen würden, damit man ja nichts sieht. Ich persönlich sehe dies kritisch.
Denn solange man trägt, was einem selbst gefällt, was einen glücklich macht, akzeptiere ich alles.
Aber wenn jemand etwas trägt, nur weil man einer anderen Person darin gefällt, egal ob es die Mutter oder ein Verehrer oder sonst was ist, finde ich dies wirklich einfach nur traurig.
Ich glaube jemand sagte einst, dass je mehr man an sich versteckt, desto neugieriger werden die Menschen, weil sie sich fragen, was darunter steckt.
Ob dies immernoch auf unsere Gesellschaft zutrifft, kann ich leider nicht sagen. Denn die meiste Aufmerksamkeit kriegt der, der reizt.
Oder es gibt mehrere Auffassungen von Aufmerksamkeiten, die des Moments und die der Ewigkeit. Vielleicht kann man das auch in relative, individuelle und allgemeine Aufmerksamkeit teilen.
Bevor ich ausschweife, denn dies gehört nun wirklich nicht zum Thema, will ich zusammenfassend sagen:
Es ist nicht das Aussehen an dem wir arbeiten müssen, sondern die Mentalität. Man muss den Menschen schon von kleinauf klar machen, dass sie sein können, wer sie sein wollen und man Mitmenschen mit Respekt behandelt und nicht mit weniger Respekt behandeln, nur weil diese einen knappen Rock trägt, auch wenn sie es nur für sich selbst tut.
Und dass man sich nicht verbiegen soll oder der Gruppe folgen muss, nur um Liebe und Aufmerksamkeit zu erhalten.
3. Juni 2015
Status
Statussymbole. Eines der dümmsten Dinge die es gibt und doch haben sie einen festen Bestand in unserer Gesellschaft.
Man hat es geschafft, wenn man ein Auto und ein Haus hat und verheiratet ist mit zwei Kindern.
Natürlich ist dagegen nichts einzuwenden, wenn es einen glücklich macht. Aber es nur zu tun, weil du allen beweisen willst, dass du es geschafft hast?
Wieso machst du dich kaputt mit einer Arbeit, die dir nichtmal Spaß macht, nur um nachhause zu kommen in einem Auto, dass dich fett macht, zu deinem Partner, den du nicht wirklich liebst und zu Kindern, die total verzogen sind in ein Haus, dessen Einrichtung du nicht einmal schätzt.
Nur damit du sagen kannst, du hast es geschafft? Du bist auf der Spitze des Lebens?
Nun ja, nur Berge haben Spitzen und wenn du es nach oben geschafft hast, geht es irgendwann auch mal wieder nach unten.
Ich will hiermit natürlich nicht sagen, dass es verkehrt ist, so ein Leben zu führen, solange es dich und deine Mitmenschen glücklich macht.
Was ich sagen will, ist dass ich es absurd finde, Menschen danach zu beurteilen, welchen Wagen sie fahren oder welches Kleid sie tragen oder ob sie in einem großen Haus wohnen, in welchem Menschen Platz finden würden, die normalerweise erfrieren, weil sie nicht mal ein Dach über dem Kopf haben.
Denn wenn das einzige, was man noch von sich sagen kann, dass ist was man besitzt, aber ansonsten nichts sagen kann, ist man dann nicht irgendwann doch allein?
28. Januar 2015
Was wir haben
Ich habe lange darüber nachgedacht.
Was für einen Wert hat Geld?
Eigentlich hat Geld keinen Wert und doch entscheidet es über Leben.
Dabei ist es nicht einmal dazu fähig zu atmen, zu sprechen, zu leben.
Was bleibt uns übrig, wenn wir irgendwann nichts mehr haben?
Ist es besser alles oder nichts zu haben? Oder ist etwas schon genug?
Wir werden einmal in unserem Leben an einen Punkt kommen,
an welchem wir uns fragen, was wir haben.
Was haben wir? Eigentlich haben wir alles und nichts. Nur uns manchmal nicht.
Was bringen uns so viele Sachen, wenn sie uns in ein paar Jahren nicht mehr glücklich machen?
Wir haben, was uns übrigbleibt. Wir haben uns.
J'ai réfléchi dont beaucoup.
Quelle valeur a l'argent?
À proprement parler, l'argent n'est rien valoir pas du tout, donc il décide sur la vie.
Mais il ne peut pas respirer, pas parler, pas vivre.
Qu'est-ce qu'on a, si on n'a rien un jour?
Est-ce que c'est mieux avoir rien ou avoir tout? Ou est-ce que nous avons besoin justement quelque chose?
Nous allons vivre un moment sur notre vie, à quelle nous nous demanderons ce qu'on a.
Qu'est-ce que nous avons? Quand on réfléchir vraiment, on a tout et rien. Mais de temps à temps il nous manque une petite chose: nous.
Pourquoi nous achetons beaucoup de choses s'il n'y a pas beaucoup de bonheur quelques années plus tard?
Nous avons ce que reste. Nous avons nous.
I thought about it for a long time.
What value does money have?
Frankly, money has no value at all though it still decides about lives.
But it can't breathe, nor talk, nor live.
What do we have, if we shall have nothing someday?
Is it better to have everything or nothing at all? Or is it just good to have something even if it's small.
However, we are going to reach a moment in our life where we will ask ourselves: What do we exactly have?
If you think about it properly, you'll say we've got everything and nothing. But sometimes one tiny thing is missing: us.
Why are we so keen on buying things which won't make us happy in a few years?
We will have what will remain. We will have us.
Je suis très désolée s'il y aurait des fautes
I am very sorry if there should be any mistakes.