30. November 2014

Ich glaube, man nennt es Party

Ich bin normalerweise kein Mensch, der gerne auf Partys geht.

Also doch, eigentlich mag ich Partys, wenn ich alle kenne oder zumindestens den Großteil.

Nun habe ich mich schließlich dazu bewegen können auf eine dieser Schülerpartys zu gehen. Nachdem man wunderbar begrüßt wurde mit einem Lächeln und großer Freude und einen viel zu niedrigen Preis bezahlte, durfte man in den Club reingehen.

Wohin man nur guckte, sah man absolut damenhafte Mädchen und auch absolut nüchtern. Den eigenen Mantel durfte man schließlich auch für nur einen Euro oder zwei abgeben.


....Gut, ich wollte es auf die sarkastische Art machen, aber ich muss es wohl anders beschreiben.

Um ehrlich zu sagen, fühlte ich mich wie im Zoo. Viele Mädchen standen in einer Reihe mit der Hand an der Wand oder am Spiegel und "tanzten".

Und dann gab es auch noch die Tanzfläche, wo man auch tanzen konnte.
Ständig wurde man von Gockeln, pardon Jungs herumgeschubst, die den Hühner, pardon Mädchen den Hof gemacht haben.

Das auch noch auf sehr charmante Weise...ohne ihr Gesicht anzusehen.

Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich mag es meinem Tanzpartner in die Augen zu sehen..oder wenigstens in sein oder ihr Gesicht.

Ich finde es schön, dass wir in einer Zeit leben, in der Mädchen tragen können, was sie wollen.

Aber andererseits stimmt dies auch nicht.
Es sind nicht die Jungs, die uns zu Objekten degradieren. Es sind wir selbst.
Die Frauen in Filmen, in den Zeitschriften und selbst die Aussage "Was hat die denn da an?", wenn ein Mädchen mal in Lumpen rumläuft, namens Jeans.

Jedes Mädchen kann so viele bauchreife Oberteile tragen wie sie will. Ich verurteile sie..fast nicht. Aber dann darf ich auch meine verrückten Sachen anziehen.

Ich bin verwirrt.



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