Man hört diesen Spruch so oft und sagt ihn mindestens genauso oft ohne wirklich zu realisieren, was er eigentlich bedeutet.
Ich habe soeben Coelhos "Alchimist" beendet. Es handelt von einem jungen Mann, der aufgrund eines wiederkehrenden Traumes, welcher ihm einen Schatz nahe den Pyramiden zeigt, beschließt ihn tatsächlich zu suchen.
Und die Suche ist letztendlich der tatsächliche Schatz. Was er gelernt hat, ist so viel mehr wert, als das Geld, dass er findet.
Es trägt außerdem eine andere Botschaft mit sich, nämlich die, dass man manchmal einen weiten Weg gehen muss, nur um zu sehen, was sich die ganze Zeit dort befunden hat, wo man die meiste Zeit verbracht hat.
Bei allem, was ich aufgreife, ist mir der Prozess, die Entwicklung so viel wichtiger als das tatsächliche Ergebnis. Denn was bringt mir ein gutes Ergebnis, wenn der Weg dorthin nur mit schlechten Erfahrungen verbunden wird? Dies kann ebenfalls auf die Schule angewandt werden, wenn ich so darüber nachdenke. Gute Noten sind eigentlich so nebensächlich, zumindest sollte es so sein. Aber als Schüler verliert man irgendwann die eigentliche Absicht von Schule: das Wissen, was uns gegeben wird.
Das Wissen ist wie eine Ware, mit der man rumschmeißt. Es entsteht ein absurder Konkurrenzkampf, der zum Bulimielernen führt, nur um zeigen, wer mehr weiß, anstatt voneinander zu lernen.
Und ein Fehler, den fast alle Lehrer machen: sie vergessen dem Wissen Bedeutung zu verleihen. Wieso wird so selten gefragt, warum gerade etwas gemacht wird? Man macht es einfach, ohne zu Fragen oder zu kritisieren und wundert sich dann über demotivierte Schüler.
Zurück zum tatsächlichen Leben und zu meiner eigentlichen Aussage: Der Prozess ist wichtiger als das Ergebnis. Nichtsdestotrotz sollte man das Ziel nicht aus den Augen verlieren um nicht vom Weg abzukommen, obwohl man manchmal einen "falschen" Weg einschlagen kann (Nennt sich auch Erfahrung).
Denn der Weg ist das, was dem Ziel letztendlich den Wert verleiht.
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